Kessel-Speisewasserbereich
Ablauf-Regelventil
Aufgabenstellung
Ablaufregelventile dienen dazu, das im Anfahr- oder Schwachlastbetrieb anfallende Wasser oder Siedewasser aus der Kesselflasche abzuführen. Beim Bensonkessel dient das Ventil als Anfahrventil, um das Niveau des Wassers (Siedewassers) in der Anfahrflasche konstant zu halten. Das Wasser kann über drei verschiedene Wege dem Kreislauf wieder zugeführt werden:
- über die Umwälzpumpe und das Umwälz- Regelventil oder
- über den Entspanner bei atmosphärischem Druck oder
- in den Speisewasserbehälter.
Ausführungen
Geschmiedete in Eck-Form, mit Schweißstutzen nach DIN, ANSI oder anderen Normen. Austritt 2-3 Nennweiten-Stufen größer als Eintritt wegen Ausdampfung. Bereich am Sitzaustritt geschützt gegen Erosion durch gehärtete Hülse.
Vorteile
- keine Kavitation
- keine Erosion
- keine Schwingungen / Vibration
- hohe Standzeiten
- exakte Kennlinien
- wartungsfreundlich durch leicht auswechselbare Innenteile
Anfahr-Regelventil
Aufgabenstellung
Schwachlast-Anfahr-Regelventile dienen dazu, dem Kessel die beim Anfahren benötigte Speisewassermenge (etwa 30- 50 % der Wassermenge bei Volllast-Betrieb) mengengeregelt bei höheren Druckdifferenzen als bei Volllast zur Verfügung zu stellen. Dabei müssen auch kleinere Teilmengen bei höheren Druckgefällen und großem Stellverhältnis sicher beherrscht werden. Die gleichen Anforderungen treten auch beim Schwachlastbetrieb auf.
Ausführungen
Geschmiedete Ventile in Durchgangs-, Eck- oder Z-Form, mit Schweißstutzen nach DIN, ANSI oder anderen Normen.
Vorteile
- keine Kavitation
- keine Schwingungen / Vibration
- hohe Standzeiten
- Geräusche <85 dB(A)
- exakte Kennlinien
- wartungsfreundlich durch leicht auswechselbare Innenteile
Umwälz-Regelventil
Aufgabenstellung
Umwälz- Regelventile dienen zur Mengenregelung während des Trommel -Umwälzbetriebes bei Zwangsdurchlauf- Dampferzeugern.
Ausführungen
Geschmiedete Ventile in Durchgangs-, Eck- oder Z-Form, mit Schweißstutzen nach DIN, ANSI oder anderen Normen.
Vorteile
- keine Kavitation
- keine Schwingungen / Vibration
- hohe Standzeiten
- Geräusche <85 dB(A)
- exakte Kennlinien
- wartungsfreundlich durch leicht auswechselbare Innenteile
Einspritz-Regelventil
Aufgabenstellung
Einspritz-Regelventile sind in erster Linie Mengen-Regelventile, d.h. sie stellen die an der Verbraucherstelle benötigte Menge Kühlwasser ein. Dabei kann sich der Druck an der Verbraucherstelle gegebenenfalls stark ändern und das Druckgefälle am Einspritz- bzw. Kühlwasser-Regelventil bei konstantem Vordruck entsprechend stark schwanken. Einspritz- und Kühlwasser-Regelventile haben daher meist eine logarithmische Öffnungskennlinie. Diese gewährleistet dann eine weitgehend lineare Durchflusskennlinie. Beim Einsatz an Dampferzeugern sind die Ventile im Dauerbetrieb.
Ausführungen
einstufige oder mehrstufige Variante:
Geschmiedete Ventile in Durchgangs-, Eck- oder Z-Form, mit Schweißstutzen nach DIN, ANSI oder anderen Normen.
Vorteile
einstufige Variante:
- angepasst an herrschende Betriebsverhältnisse
- keine Kavitation
- keine Schwingungen / Vibration
- hohe Standzeiten
- Geräusche <75 dB(A)
- exakte Kennlinien
- wartungsfreundlich durch leicht auswechselbare Innenteile
mehrstufige Variante
- stufenweiser Druckabbau
- angepasst an herrschende Betriebsverhältnisse
- keine Kavitation / Erosion
- keine Schwingungen / Vibration
- hohe Standzeiten
- Geräusche <75 dB(A)
- exakte Kennlinien
- wartungsfreundlich durch leicht auswechselbare Innenteile
Niveau-Regelventil
Aufgabenstellung
Kondensat (Niveau)-Regelventile haben u. a. die Aufgabe, das Niveau des gebildeten Kondensats zu regeln und in den Haupt- oder Hilfskondensator abzuführen. Je nach Einbauart können problemlose Anforderungen vorliegen, die keine besonderen konstruktiven Ausführungen der Ventile verlangen. An HD- und ND-Vorwärmern dagegen mit Betriebstemperaturen nahe der Sattdampflinie sind Ausdampfung und Kavitation oft unvermeidbar, ebenso bei der Rückführung des Kondensats in den Haupt- und Hilfskondensator
Ausführungen
Geschmiedete Ventile in Durchgangs-, Eck- oder Z-Form, mit Schweißstutzen nach DIN, ANSI oder anderen Normen.
Mindestmengen-Regelventil
Bei Kesselspeisepumpen und Kondensatpumpen darf bekanntlich eine bestimmte Mindestfördermenge nicht unterschritten werden. Unzulässig hohe Erwärmung des Speisewassers bzw. Kondensats innerhalb der Pumpe und einsetzende Kavitation wären die Folge. Bei besonderen Fahrweisen des Kessels – (Anfahren, Gleitdruckbetrieb oder Schwachlastbetrieb) – liegt die Bedarfsmenge jedoch unter der Mindestfördermenge der Pumpe. Durch Abfahren der Mengendifferenz zurück in den Speisewasserbehälter oder Kondensator über ein Pumpenbypass-System, der Mindestmengenanlage mit dem Mindestmengenventil, wird der notwendige Pumpenschutz erreicht. Das Mindestmengenventil erfüllt also die Aufgaben eines Pumpen-Sicherheitsventils.
Ausführungen
Geschmiedete Ventile in Eck- oder Z-Form, mit Schweißstutzen nach DIN, ANSI oder anderen Normen
Vorteile
- keine Kavitation
- keine Erosion
- keine Schwingungen / Vibration
- hohe Standzeiten
- Geräusche <75 dB (A)
- exakte Kennlinien
- wartungsfreundlich durch leicht auswechselbare Innenteile
- Fail-Safe-Technik: Ventile öffnen bei Energieausfall
Speisewasser-Regelventil
Speisewasser-Regelventile regeln den Speisewasserzufluss zum Dampferzeuger. Da hier verschiedene Ausführungen vorliegen können, sind auch die Konzepte unterschiedlich: Vollast-Regelventile sind im Hauptspeisewasserstrang angeordnet. Sie werden für die Gesamtspeisewassermenge des Dampferzeugers ausgelegt und sollen im Volllastfall ein möglichst geringes Druckgefälle erzeugen. Bei Trommelkesseln kommt den Ventilen eine Wasserstandsregelung für die Trommel oder/und bei drehzahlgeregelten Speisepumpen eine Differenzdruckregelung zu. Bei Zwangsdurchlaufkesseln ist die Mengenregelung vor allem für den unteren Mengenbereich erforderlich, wenn die Speisewasserpumpen nicht weiter heruntergefahren werden können. Zum An- und Abfahren sowie für Schwachlastbetrieb sind dagegen hohe Druckdifferenzen bei kleinen Speisewasserströmen zu beherrschen.
Ausführungen
Gegossene oder geschmiedete Ventile in Durchgangs-, Eck- oder Z-Form, mit Schweißstutzen oder Flanschen nach DIN, ANSI oder anderen Normen.
Vorteile
- keine Kavitation
- keine Schwingungen / Vibration
- hohe Standzeiten
- Geräusche <75 dB(A)
- exakte Kennlinien
- wartungsfreundlich durch leicht auswechselbare Innenteile